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WHO fordert evidenzbasierte Einbindung afrikanischer traditioneller Medizin

Veröffentlicht am 31. August 2026 0 Aufrufe

Die Weltgesundheitsorganisation hat am Montag mehr Forschung, Regulierung und Investitionen gefordert, um traditionelle Medizin sicher in afrikanische Gesundheitssysteme einzubinden. Der Aufruf zum 24. Afrikanischen Tag der traditionellen Medizin am 31. August verbindet evidenzbasierte traditionelle Versorgung mit dem Ziel, die allgemeine Gesundheitsversorgung auf dem Kontinent auszuweiten.

Das Globale WHO-Zentrum für traditionelle Medizin und das WHO-Regionalbüro für Afrika organisierten ein Gespräch mit Forschenden, traditionellen Heilkundigen und Stimmen aus den Gemeinschaften. Die Beteiligten bezeichneten traditionelle Medizin als lebendiges Wissenssystem, das die Primärversorgung unterstützen kann, sofern Behörden Behandlungen prüfen, Produkte und Praktiken beaufsichtigen und verantwortungsvolle Entwicklung finanzieren.

Nach Angaben der WHO bilden traditionelle Heilkundige besonders in ländlichen Gemeinschaften häufig den ersten Kontakt zur Gesundheitsversorgung. Der regionale Überblick der Organisation besagt, dass 70 bis 80 Prozent der Menschen in Afrika eine Form traditioneller Medizin als Primärversorgung genutzt haben. Zugleich fehlt einem Drittel der Bevölkerung der Zugang zu unentbehrlichen Arzneimitteln, was sowohl das Potenzial als auch notwendige Schutzmaßnahmen verdeutlicht.

Die Gesprächsteilnehmer verlangten engere Zusammenarbeit zwischen Forschung, Politik, Unternehmen, Gemeinschaften und Heilkundigen sowie mehr inländische Mittel für Forschung und Entwicklung. Sie betonten außerdem die Dokumentation von Wissen, das oft zwischen Generationen weitergegeben wird. So lässt es sich bewahren, untersuchen und auf Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit prüfen, statt es ohne Belege zu übernehmen.

Der Ansatz folgt der von der Weltgesundheitsversammlung angenommenen Globalen WHO-Strategie für traditionelle Medizin 2025 bis 2034. Ihre vier Schwerpunkte sind bessere Evidenz, Sicherheit durch Regulierung, die Einbindung geeigneter Praktiken in Gesundheitssysteme und ein verantwortlicher Umgang mit ihrem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wert. Die WHO versteht Integration als Ergänzung zur Biomedizin und nicht als Ersatz für nachweislich wirksame klinische Versorgung.

Kamerun, Madagaskar, Mosambik, Südafrika und Simbabwe planten Gedenkveranstaltungen. Fortschritt hängt laut WHO davon ab, Heilkundige zu stärken und zugleich Patienten zu schützen, biologische Vielfalt zu erhalten und glaubwürdige Forschung in zugängliche Leistungen zu übertragen. Nun müssen Länder die globale Strategie in nationale Regeln, Investitionsentscheidungen und überwachte Gesundheitsprogramme übersetzen.

Quellen: World Health Organization, WHO Regional Office for Africa, WHO Global Traditional Medicine Strategy 2025-2034

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