Indiens Hauptstadt Neu-Delhi erlebte am Donnerstag, den 16. Januar 2026, den kältesten Morgen der Wintersaison, als eine schwere Kältewelle die nördlichen Ebenen erfasste. Das Indische Meteorologische Amt verzeichnete eine Mindesttemperatur von 2,9 Grad Celsius am Safdarjung-Observatorium, was ihn zu einem der kältesten Januar-Morgen der letzten Jahrzehnte macht.
Die bittere Kälte wurde von dichtem Nebel begleitet, der die Sicht in vielen Teilen der Delhi-NCR-Region während der frühen Morgenstunden auf nahezu null reduzierte. Die Kombination aus eisigen Temperaturen und schlechter Sicht hat die Verkehrsnetze stark beeinträchtigt, wobei Dutzende von Flügen am Indira Gandhi International Airport verspätet oder umgeleitet wurden. Auch der Bahnverkehr ist betroffen, mehrere Züge fahren mit Verspätung.
Gesundheitsbehörden haben Warnungen herausgegeben und die Bewohner, insbesondere ältere Menschen und Obdachlose, aufgefordert, Vorsichtsmaßnahmen gegen die extreme Kälte zu treffen. Krankenhäuser in der Stadt berichten von einem Anstieg der Patienten mit kältebedingten Beschwerden wie Unterkühlung und Atemproblemen. Die Regierung von Delhi hat zusätzliche Nachtunterkünfte geöffnet und Decken an gefährdete Bevölkerungsgruppen verteilt.
Die Kältewelle hat auch das tägliche Leben in der Hauptstadt beeinträchtigt. Schulen in mehreren Bezirken haben ihre Zeiten angepasst, wobei viele Morgenversammlungen und Outdoor-Aktivitäten verschoben haben. Büros berichten von geringerer Anwesenheit, da Pendler mit den schwierigen Wetterbedingungen kämpfen. Märkte und Geschäftsviertel verzeichneten während der Morgenstunden einen geringeren Besucherzustrom.
Meteorologen führen die schwere Kältewelle auf eine Kombination von Faktoren zurück, darunter kalte Winde aus der schneebedeckten Himalaya-Region und klarer Himmel, der einen schnellen Wärmeverlust während der Nachtstunden ermöglicht. Das IMD prognostiziert, dass die Kältewellenbedingungen für die nächsten drei bis vier Tage anhalten werden, bevor ein leichter Erwärmungstrend etwas Erleichterung bringt.
Auch der Agrarsektor spürt die Auswirkungen, wobei Landwirte in der NCR-Region Bedenken über mögliche Schäden an Winterkulturen äußern. Gartenbauexperten haben Landwirten geraten, Schutzmaßnahmen für empfindliche Kulturen wie Gemüse und Blumen zu ergreifen. Die anhaltende Kälteperiode könnte die Erträge beeinträchtigen, wenn die Temperaturen auf dem aktuellen Niveau bleiben.
Umweltmessstationen haben eine verbesserte Luftqualität im Vergleich zu den letzten Wochen registriert, da das kalte Wetter zur Zerstreuung einiger Schadstoffe beigetragen hat. Behörden warnen jedoch, dass das Anzünden von Feuern zur Erwärmung, eine gängige Praxis während Kälteperioden, in den kommenden Tagen zu einer Verschlechterung der Luftqualität führen könnte. Den Bewohnern wird empfohlen, zugelassene Heizmethoden zu verwenden und offenes Verbrennen zu vermeiden.