Frankreich steht im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Die französische Auswahl setzte sich am Donnerstag im ersten Viertelfinale des Turniers mit 2:0 gegen Marokko durch, im Gillette Stadium von Foxborough vor den Toren Bostons. Kylian Mbappé traf zur Stunde, Ousmane Dembélé erhöhte sechs Minuten später und beendete damit den Lauf der letzten afrikanischen Mannschaft im Wettbewerb.
Die Partie war eine Neuauflage des Halbfinals von 2022 in Katar, das Frankreich ebenfalls mit 2:0 für sich entschied. Marokko reiste nach einem klaren Achtelfinalsieg über Kanada nach Massachusetts und trug die Hoffnungen eines ganzen Kontinents. Der amtierende Vizeweltmeister dagegen baute eine makellose Bilanz aus: sechs Siege in sechs Spielen, als einziges Team des Turniers ohne eine einzige Verlängerung.
Die Führung hätte deutlich früher fallen sollen. Noussair Mazraoui brachte Mbappé in der 25. Minute im Strafraum zu Fall, doch der Kapitän vergab den Elfmeter in der 28. Minute. Yassine Bounou tauchte nach links ab und lenkte den Ball zur Seite. Diese Parade richtete ein marokkanisches Team kurzzeitig auf, das die gesamte erste Hälfte über tief stand: Frankreich gab dreizehn Torschüsse ab, der Gegner lediglich einen.
In der 60. Minute fiel dann die Entscheidung. Mbappé zog nach innen und zirkelte den Ball mit links ins lange Eck. Sechs Minuten darauf legte er für Dembélé auf, der seinen fünften Turniertreffer erzielte. In einer Begegnung, die der Argentinier Facundo Tello leitete, prüfte Marokko den Torhüter Mike Maignan erst in der 83. Minute, als dieser einen Freistoß von Azzedine Ounahi abwehrte. Am Ende standen 21 Torschüsse gegen vier, davon acht aufs Tor gegen einen einzigen.
Das Ergebnis verschob das Rennen um den Goldenen Schuh. Mit seinem achten Turniertor zog Mbappé mit Lionel Messi gleich, liegt im direkten Vergleich jedoch vorn: drei Vorlagen stehen einer des Argentiniers gegenüber. Zugleich war es sein zwanzigstes WM-Tor überhaupt, womit ihm nur noch ein Treffer auf Messi fehlt, der die ewige Bestenliste mit 21 anführt.
Frankreich reist nun nach Arlington in Texas und trifft dort am Dienstag im Halbfinale auf den Sieger des Viertelfinales zwischen Spanien und Belgien, das für Freitag angesetzt ist. Ein Erfolg brächte die Mannschaft von Didier Deschamps ins dritte WM-Finale in Folge, was bislang nur zwei Nationen gelang. Marokko verabschiedet sich, nachdem die Mannschaft bei zwei Weltmeisterschaften nacheinander mindestens das Viertelfinale erreichte, eine Serie ohne Beispiel für ein afrikanisches Team.
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