Haiti plant die erste Runde der Präsidenten- und Parlamentswahlen für den 18. Juli 2027. Bandengewalt verlängert damit den politischen Übergang. AP berichtete am 29. Oktober über den Zeitplan. Der Wahlrat veröffentlichte ihn am Vortag; laut Reuters sind eine zweite Runde und Kommunalwahlen für den 4. Oktober vorgesehen.
Zuvor galt der 13. Dezember 2026 als Wahltermin. Reuters zufolge verschoben mehrere Übergangsführungen die Wahlen wegen der Unsicherheit, während bewaffnete Gruppen ihr Gebiet ausweiten. Haiti hielt zuletzt 2016 Wahlen ab; Präsident Jovenel Moïse starb 2021 bei einem Attentat. Laut AP regiert nun ein nicht gewählter Ministerpräsident, während das Präsidentenamt unbesetzt bleibt.
Der Vorläufige Wahlrat erklärte, der neue Plan folge dem Wahldekret vom 6. Oktober sowie Gesprächen mit Sicherheitskräften, politischen Akteuren, Zivilgesellschaft, Wirtschaftsvertretern und Regierung. In seiner Erklärung vom 28. Oktober betonte der Rat, die Änderungen sollten die Fortsetzung der Wahlvorbereitungen ermöglichen und den Beteiligten helfen, ihre gesetzlichen Pflichten zu erfüllen. Er bekräftigte sein Ziel inklusiver, glaubwürdiger und transparenter Wahlen.
Auch die Sicherheitsmaßnahmen nehmen zu. AP berichtete über die jüngste Ankunft von mehr als 2.000 salvadorianischen Soldaten zur Rettung von vier Flugtechnikern, die seit einem Angriff am 18. Oktober vermisst werden. Laut Reuters sprachen Präsident Nayib Bukele und Haitis Ministerpräsident Alix Didier Fils-Aimé über Zusammenarbeit. Wie der neue Einsatz mit der UN-gestützten Truppe zur Bandenbekämpfung zusammenhängt, blieb im Reuters-Bericht unklar.
Der Rat erwartet laut AP die endgültige Kandidatenliste bis Mitte Januar und das Ende der Wählerregistrierung am 20. Mai. Diese Schritte liegen im neuen Zeitplan vor der Juliwahl. Der Rat erklärte, er werde das Wahlverfahren im Dialog fortsetzen und dabei institutionelle Unabhängigkeit, Wahlintegrität und das Recht jedes Bürgers auf Teilnahme am demokratischen Leben des Landes achten.
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