Zurück zur Startseite IWF hebt globale Wachstumsprognose 2026 auf 3,3% an - KI-Boom gleicht Handelsrisiken aus Wirtschaft

IWF hebt globale Wachstumsprognose 2026 auf 3,3% an - KI-Boom gleicht Handelsrisiken aus

Veröffentlicht am 19. Januar 2026 258 Aufrufe

Der Internationale Währungsfonds hat seine Aktualisierung des Weltwirtschaftsausblicks für Januar 2026 veröffentlicht und seine globale Wachstumsprognose angehoben, da sich Unternehmen und Volkswirtschaften an nachlassende US-Zölle anpassen und ein anhaltender Investitionsboom bei künstlicher Intelligenz Produktivitätsgewinne in den wichtigsten Volkswirtschaften antreibt.

Der IWF prognostiziert nun ein globales BIP-Wachstum von 3,3 Prozent im Jahr 2026, eine Steigerung um 0,2 Prozentpunkte gegenüber seiner Oktober-Schätzung. Dies entspricht dem für 2025 prognostizierten Wachstum von 3,3 Prozent, das ebenfalls die früheren Prognosen um 0,1 Prozentpunkte übertraf. Der globale Krisenkreditgeber behielt seine Wachstumsprognose für 2027 bei 3,2 Prozent bei.

Chinas Wachstumsprognose für 2026 wurde auf 4,5 Prozent angehoben, ein Rückgang gegenüber einer stärker als erwarteten Leistung von 5,0 Prozent im Jahr 2025, aber 0,3 Prozentpunkte höher als die Oktober-Schätzungen. Die Aufwertung spiegelt eine signifikante Senkung der US-Zollsätze auf chinesische Waren um 10 Prozentpunkte nach jüngsten Handelsverhandlungen zwischen Washington und Peking wider.

Die Eurozone erhielt eine bescheidene Aufwertung, wobei das Wachstum nun auf 1,3 Prozent für 2026 prognostiziert wird, ein Anstieg um 0,1 Prozentpunkte gegenüber der Oktober-Schätzung. Die Verbesserung wird durch erhöhte öffentliche Ausgaben in Deutschland nach dem Konjunkturpaket der neuen Koalitionsregierung sowie stärker als erwartete Leistungen in Spanien und Irland angetrieben.

Brasilien erwies sich als bemerkenswerte Ausnahme in der ansonsten positiven Aktualisierung und erhielt eine Senkung seiner Wachstumsrate 2026 um 0,3 Prozentpunkte auf 1,6 Prozent seit Oktober. IWF-Beamte führten die Herabstufung weitgehend auf eine straffere Geldpolitik zurück, die erforderlich war, um einen Inflationsschub zu bekämpfen, der Lateinamerikas größte Volkswirtschaft im vergangenen Jahr erfasste.

Der Fonds hob hervor, dass künstliche Intelligenz ein erhebliches Aufwärtspotenzial für die Weltwirtschaft darstellt. Wenn der aktuelle KI-Investitionsschub zu einer schnellen Adoption und Produktivitätsgewinnen führt, könnte das globale Wachstum 2026 um bis zu 0,3 Prozentpunkte gesteigert werden.

An der Inflationsfront bleiben die Aussichten ermutigend. Die globale Inflation wird voraussichtlich weiter von 4,1 Prozent im Jahr 2025 auf 3,8 Prozent im Jahr 2026 und weiter auf 3,4 Prozent im Jahr 2027 sinken.

Quellen: IMF, Reuters, World Bank, Deloitte, UN News