Zurück zur Startseite Spaniens Verkehrsminister kündigt nach tödlichem Zugunglück seinen Rücktritt an Politik

Spaniens Verkehrsminister kündigt nach tödlichem Zugunglück seinen Rücktritt an

Veröffentlicht am 4. November 2026 8 Aufrufe

Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente hat am 3. November in Madrid seinen Rücktritt angekündigt, sechs Tage nach einem Zugzusammenstoß bei Urda mit 69 Todesopfern, berichteten Reuters und EFE. Vor dem ständigen Parlamentsausschuss erklärte er, zwei derart schwere Katastrophen in weniger als einem Jahr machten einen Verbleib im Amt unhaltbar. Sein Abschied fällt vor die Parlamentswahl am 29. November.

Laut EFE erklärte Puente auch, dass er bei dieser Wahl nicht antreten werde. Er beschrieb seine Entscheidung als Ausdruck politischer Verantwortung und des Mitgefühls für die Opfer, unabhängig von einer möglichen direkten Verantwortung für die Unglücke. Laut Reuters sagte er, er habe nach dem jüngsten Zusammenstoß seinen Abschied beschlossen, sei aber für die Organisation der Nothilfe sowie erster Sicherheitsmaßnahmen und Entschädigungen geblieben.

EFE berichtete, die konservative Volkspartei und die Baskische Nationalistische Partei hätten seinen Rücktritt verlangt. Sumars Parlamentssprecherin forderte seinen Abschied nach den nötigen Erklärungen. Ministerpräsident Pedro Sánchez dankte Puente für seine Arbeit und lobte sein politisches Verantwortungsbewusstsein, so Reuters. Die Ankündigung rückt die Frage der Rechenschaftspflicht in den Wahlkampf.

Zuvor beschloss die Regierung am 3. November laut ihrer offiziellen Mitteilung 30 Millionen Euro für direkte Hilfen und Entschädigungsvorschüsse für Opfer und Angehörige. Je die Hälfte entfällt auf direkte Unterstützung und Vorschüsse auf Haftpflichtversicherungszahlungen. Die Regierung erklärte, das Programm ermögliche Hilfe vor Abschluss der Verwaltungs- und Gerichtsverfahren. Beratungsstellen unterstützen Betroffene bei ihren Anträgen.

Die Regierung kündigte auch strengere Kontrollverfahren an, darunter die Prüfung durch einen zweiten menschlichen Fahrdienstleiter, wenn automatische Blocksysteme nicht verfügbar sind. Nach der Wiedereröffnung fahren auf der Strecke Madrid–Sevilla weniger Züge, bis eine Sicherheitsprüfung und Verbesserungen der Signaltechnik abgeschlossen sind. Regierungssprecherin Elma Saiz betonte das Recht der Öffentlichkeit auf Antworten, von denen einige vom Fortschritt der gerichtlichen Untersuchung abhingen.

Quellen: Reuters: https://www.investing.com/news/world-news/spains-transport-minister-resigns-over-deadly-train-crash-4996622 ; EFE: https://efe.com/english/latest-news/2026-11-03/spanish-transportation-minister-resigns/ ; Government of Spain: https://www.lamoncloa.gob.es/consejodeministros/resumenes/Paginas/2026/031126-rueda-prensa-ministros.aspx?mode=Light

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