Die US-Bürger entscheiden am Dienstag, 3. November, über die Mehrheiten im Kongress. Die Zwischenwahlen prägen die letzten zwei Jahre von Präsident Donald Trumps zweiter Amtszeit. Laut Reuters sehen Umfragen und unabhängige Analysten die Demokraten im Repräsentantenhaus vorn, während der Senat offen bleibt. Das sind Prognosen, keine Wahlergebnisse.
Der Wahlkalender der US-Post nennt sämtliche 435 Sitze im Repräsentantenhaus, 35 im Senat und 36 Gouverneursposten. USAGov erklärt, dass Abgeordnete zwei und Senatoren sechs Jahre amtieren; im Senat erfolgen die Abstimmungen gestaffelt. Die Kongresswahl bestimmt, welche Partei in jeder Kammer während der nächsten zwei Jahre die Mehrheit hält.
Reuters nennt Unzufriedenheit über den Iran-Krieg und höhere Treibstoffpreise als Belastungen für die Republikaner. Laut AP hatten bis Montag über 57 Millionen Menschen abgestimmt. Die Demokraten streben Gewinne an, die Republikaner verteidigen ihre Mehrheiten. Trump forderte Anhänger auf, so abzustimmen, als stünde er selbst auf dem Stimmzettel.
Laut AP brauchen Demokraten 51 Senatssitze, Republikaner dagegen nur 50, da Vizepräsident JD Vance bei Gleichstand entscheidet. Ein demokratischer Sieg im Kongress könnte Trumps Gesetzesvorhaben begrenzen. Reuters betont jedoch, dass der Präsident sein Vetorecht und weitreichende Exekutivbefugnisse behält, selbst wenn Demokraten beide Kammern gewinnen.
Die Klärung kann dauern. AP gab die Senatsmehrheit 2022 vier Tage nach der Abstimmung bekannt, die Mehrheit im Repräsentantenhaus nach acht Tagen. Die Auszählung von Briefwahlstimmen und knappe Rennen können das Verfahren verlängern. Nun richten sich die Blicke auf den Abschluss der Stimmabgabe und die Auszählung; beide Mehrheiten stehen noch nicht fest.
Kommentare