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Sambia stimmt über Wirtschaftsbilanz und Kupferpläne ab

Veröffentlicht am 13. August 2026 751 Aufrufe

Die Menschen in Sambia begannen am Donnerstag mit der Stimmabgabe bei einer landesweiten Wahl, die über eine zweite fünfjährige Amtszeit für Präsident Hakainde Hichilema entscheidet. Lebenshaltungskosten und seine wirtschaftliche Bilanz bestimmen den Wettbewerb. Nach Angaben der Associated Press wählen rund acht Millionen registrierte Bürger in dem südafrikanischen Land mit 22 Millionen Einwohnern außerdem Parlamentsabgeordnete und kommunale Räte.

Schon vor Sonnenaufgang bildeten sich vor Wahllokalen in Lusaka lange Schlangen, während Beschäftigte Urnen vorbereiteten und Wählerlisten prüften. Reporter der AP sahen Beobachter der Europäischen Union in einem Lokal der Hauptstadt. Die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika erklärte, ihre Mission begleite Öffnung, Abstimmung, Schließung und Auszählung in allen zehn Provinzen. Die Wahllokale sollten um 16 Uhr GMT schließen.

Hichilema tritt gegen 13 weitere Präsidentschaftskandidaten an. Als stärkster Herausforderer gilt Brian Mundubile vom Tonse-Bündnis. Der Amtsinhaber erklärt, seine Regierung habe eine durch den Staatsbankrott von 2020 geschädigte Wirtschaft übernommen und seitdem mehr als zwölf Milliarden Dollar an Verpflichtungen neu geordnet, Wachstum ermöglicht und Investitionen angezogen. Für mehr Arbeitsplätze, Infrastruktur und öffentliche Dienste verlangt er weitere fünf Jahre.

Die Opposition hält dagegen, bessere Kennzahlen hätten den Alltag nicht ausreichend verbessert. Die jährliche Inflation sank im Juni laut Reuters zwar auf 6,5 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als acht Jahren. Viele Haushalte leiden dennoch unter Lebensmittelpreisen, Arbeitslosigkeit und unzuverlässiger Stromversorgung. Oppositionsparteien werfen der Regierung zudem den Einsatz staatlicher Institutionen gegen Rivalen vor; die Regierung weist diesen Vorwurf zurück.

Das Ergebnis besitzt über Sambia hinaus Bedeutung, weil das Land zu den wichtigen Kupferproduzenten gehört. Hichilema strebt bis 2031 eine Jahresproduktion von drei Millionen Tonnen an, da Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Stromnetze mehr von diesem Metall benötigen. China ist Sambias größter ausländischer Investor und verfügt über umfangreiche Bergbauinteressen. Die Vereinigten Staaten wollen zugleich ihre Bezugsquellen für kritische Mineralien breiter aufstellen.

Für einen Sieg ohne Stichwahl braucht ein Präsidentschaftskandidat mehr als 50 Prozent. Der offizielle Zeitplan der Wahlkommission sieht die Annahme und Prüfung der Ergebnisse von Samstag bis Montag sowie die Bekanntgabe am Montag, dem 17. August, vor. Seit der Rückkehr des Mehrparteiensystems 1991 erlebte Sambia drei friedliche Machtwechsel zur Opposition. Die regionale Beobachtermission plant ihre vorläufige Bewertung für Samstag.

Quellen: Associated Press, Reuters, Electoral Commission of Zambia, Southern African Development Community

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